Tag 14 – Stillstand

Nirgendwo hin

0km

Das hier wird ein flotter Artikel.

Nach einer Nacht voller Stille und mit der abkühlenden Frische der Berge erwache ich ausgeschlafen und erholt. Ich frühstücke ganz in Ruhe, genieße frischen Kaffee und die Aussicht. Tatsächlich könnte ich einfach den ganzen Tag hier sitzen und aus dem Fenster schauen. Und ich entscheide mich dazu, genau das auch zu tun.

Zwischendurch lasse ich eine Waschmaschine laufen und hänge die Wäsche auf, später wieder ab und lege sie zusammen. Und ich gucke das Saisoneröffnungsspiel des Magischen FCs, das auf eine wirklich tolle Saison hoffen lässt. Aber ist ja auch Sankt Pauli, das läuft in der Regel entweder in der Hin- oder in der Rückrunde super, beides klappt meistens nicht, von daher schauen wir am Ende mal was die Tabelle sagt. Und ansonsten gucke ich tatsächlich einfach nur in der Gegend rum. Beobachte ein paar Vögel, bilde mir ein, einen Adler gesehen zu haben, da die Population hier aber winzig ist, täusche ich mich wahrscheinlich. Hatte auch keine Brille an, naja. Der Lack ist halt ab.

Gegen Abend räume ich das gesamte Auto leer, wische einmal durch und mache Ordnung. Die Systematik hat für Micha und mich ganz gut gepasst, jetzt ist ja ein bisschen Platz über, da macht es Sinn, die Dinge noch einmal neu zu sortieren. Und dann fängt der Berg gegenüber schon zu glühen an, die Sonne verabschiedet sich für heute und ein Dreiviertel Mond lugt neugierig in mein AirBnB. Soll er, ich hab nichts zu verstecken.

Für morgen werde ich mir einen Wecker stellen, ich will mich vor der Mittagshitze auf den Weg zum Kap Tenaro machen. Ihr wisst schon, Todesorakel des Poseidons, zweitsüdlichster Punkt Festlandeuropas. Und somit auch das bisherige Ziel des Trips, neben der Flughafenshuttleei natürlich.

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