This is the end, my only friend, the end.

Stage 11, Stage 12, Stage 13, Stage 14, Stage 15 und Stage 16 (28.6. – 3.7.16) (jedes „ö“ hier sollte ein „Ø“ sein, den Streit darum hat aber der Computer gewonnen)

Tag 11: Von Helsinki nach Tallinn

Tageskilometer – 11

getankte Liter – 0

Zeit unterwegs – 5,75 Stunden

Tag 11 war ungewöhnlich. Für die letzten Tage und erst Recht für eine Rallye. Denn er fand im Prinzip fast zur Gänze außerhalb des Autos statt. Unser Hotel in Helsinki befand sich nur 5 Minuten Autofahrt vom Fähranleger entfernt, ab dem die Fähre nach Tallinn geht. Diese hatten wir vorgebucht, die Check-In-Modalitäten allerdings nicht ganz verstanden, so dass wir uns für „lieber eher da sein, als die Fähre verpassen“ entschieden. Das mit dem „Fähre auf den letzten Drücker bekommen“ hatten wir ja bei der Fahrt auf die Lofoten ausprobiert, das war eher uncool. Also hatten wir diesmal Wartezeit im Hafen, die wir sinnvoll nutzten, um die Tausch-Challenge für Finnland noch schnell zu erledigen und aus einer angebrochenen Flasche Autan und 50 Rubel eine Queen-CD zu machen. Auch noch die Greatest Hits II, also die beste Queen-CD überhaupt.

Die 2,5 Stunden Fährfahrt waren diesmal wesentlich entspannter, wir konnten frühstücken und der spektakulären Hafenausfahrt von Helsinki beiwohnen. Der Hafen ist gesäumt von lauter kleinen Inseln und es ist beeindruckend, wie sich die riesige Fähre ihren Weg durch die Fahrrinne bahnt.

In Tallinn angekommen haben wir unser Hotel unterhalb der Altstadt sehr schnell gefunden, lediglich die Zufahrt zum Parkplatz hat uns Schwierigkeiten bereitet – also, nicht die Einfahrt, sondern der Zuweg. Wir dachten, das dort angebrachte Schild würde auf eine Einbahnstraße hindeuten, die wir natürlich nur richtig rum befahren wollten, und deswegen einmal um den Pudding kurvten. Was das Schild bedeutet, wissen wir immer noch nicht, aber es bedeutete jedenfalls nicht, dass wir dort nicht hätten lang fahren dürfen. Also war die Blockbesichtigung zwar grundlos, aber sicherlich nicht sinnlos. Für irgendwas wird es schon gut sein, tallinnisches Hinterland gesehen zu haben 😉

Unser Hotel war klasse. 4 Sterne zum gleichen Preis wie unser Hotel in Helsinki. Dort nur Jugendherbergsstandard, hier mit allem Pitz und Patz. Allzu lange hielten wir uns hier aber nicht auf, hatten wir doch am Tag zuvor den Mörderritt nach Helsinki gemacht und den Autobahnjoker genutzt, um einen Tag in Tallinn zu gewinnen. Und das war es wert.

Tallinn schenkte uns strahlenden Sonnenschein, blauen Himmel mit schicken Deko-Wölkchen und sommerliche Temperaturen. Diese nutzten wir, um durch die Ober- und Unterstadt der Altstadt zu spazieren. Katrin hatte sich als Navigationsverantwortliche etwas durch die Reiseführer geackert und einen guten Überblick, so dass wir uns einfach treiben lassen konnten. Ohne hier den Marktschreier für Tallinn zu machen; aber Tallinn ist eine Wucht. Eine wunderschöne mittelalterliche Stadt mit Stadtmauer und schönen, kleinen Häuschen, die nicht gänzlich kaputtsaniert wurde. Tallinn hat sich völlig charmant und unerwartet einen Platz in unserer „Wir-kommen-wieder“-Liste ergattert.

Der Hunger führte uns dann in das Reval, ein Restaurant, das in der Stadtmauer ist. Hier hatten wir ein vorzügliches Mittag-/Abendessen. Fast nicht zu erwähnen ist, dass zwei Smoothies, drei Vorspeisen, zwei Hauptspeisen und zwei Nachspeisen plus Getränke in Tallinn soviel kosten wie eine Hauptspeise und zwei Durchschnitts-Pizzen in Helsinki. Erwähnenswert hingegen sind die Smoothies: Einer aus Schwarzbrot, saurer Milch und Kirschen, der andere aus Kama (einer Mehlmischung aus geröstetem Hafer, Dinkel, Roggen, Weizen, Bucheckern und noch mehr – üblicherweise als Brei mit Zucker zum Frühstück), Sour Creme und Waldfrüchten. Hören sich beide seltsam an, sind beide auch im Geschmack ziemlich ungewohnt, aber beide ziemlich lecker.

Den Abend und die Nacht verbrachten wir im Hotel. In der Waagerechten. In guten Betten. Auf weichen Matratzen. Ein Traum.

Tag 12: Von Tallinn nach Raudsilla

Tageskilometer – 64

getankte Liter – 0

Zeit unterwegs – 1,7 Stunden

Auch dieser Tag war durch wenig Autofahren geprägt. Ziemlich in unserem Sinne, machte uns die Vorderachse des Volvos doch immer noch Sorgen. Die bröselte in ihrer Aufhängung nämlich vor sich hin, jedes Schlagloch und jeder Hubbel waren Gift. Und wir hatten irgendwie die Wahl: Eine Werkstatt suchen und hoffen, dass die das hinbekommen. Und das auch noch schnell. Oder die Arschbacken zusammen kneifen und die Daumen drücken, dass bis Hamburg nichts Schlimmes mehr passiert. Diese Diskussion haben wir am Vorabend geführt und abgewogen, was denn sinnvoller sein könnte. Wir haben uns für das Leben am Limit entschieden und fuhren den Volvo weiter. Ohne Werkstatt, dafür mit liebevoller Behandlung soweit möglich und eventuellen Reparatureinheiten wenn nötig.

Also Aufbruch nach Raudsilla, einem Ort, der in keiner unserer Karten stand. Irgendwo in der Gegend von Uulou sollte er sein, irgendwo im Wald, in einem Naturschutzgebiet. Das waren die Informationen mit denen wir uns auf den Weg machten. Bei Uulou bogen wir ab und fuhren auf gut Glück in die vermeintliche Richtung, bis wir merkten, dass wir diese Kuhweiden und jenen Stall doch schon einmal gesehen hatten. Das alles über, wie soll es anders sein, vorderachsenunfreundliche Schotterwege. Also nahmen wir die Hilfe irritierter Anwohner_innen in Anspruch. Diese wurde uns auch gerne gegeben, leider verstanden wir sie nicht. Ob uns der Weg nach Raudsilla erklärt wurde, uns mitgeteilt wurde, dass wir ihren Hof doch bitte verlassen sollten oder dass es morgen regnen würde – völlig unklar. Freundlich waren sie, interessiert auch. Das half uns aber nicht. Was uns dann half, war der Kompass, der uns, nachdem wir völlig orientierungslos waren, zumindest ansatzweise verriet, wo wir hin mussten.

Und so haben wir Raudsilla dann auch gefunden. Ein Ort, irgendwo im Naturschutzgebiet in der Nähe von Uulou mitten im Wald. Und was für ein Ort. Das die Organisatoren diesen Ort für die zweite Rallye-Party ausgesucht hatten, war vollkommen verständlich. Große Wiesenflächen auf einem hügeligen Gelände mit mehreren Holztipis, in denen Saunas, ein großer Versammlungsort mit offener Feuerstelle und Bars untergebracht waren, dazu rudimentäre sanitäre Einrichtungen. Hier gab es Getränke zu überschaubaren Preisen, ein estnisches Buffet mit Sauerkraut, Wurst, Fisch, Brot, eingelegten Gurken und Salaten. Und ein wenig Folklore: Eine örtliche Tanzgruppe tanzte erst für die Rallye-Teilnehmer_innen, dann mit ihnen Volkstänze, deren dargestellter Inhalt eindeutig frivoler Natur war.

Und wir in Raudsilla wurde unsere durch Russland von uns getrennte Reisegruppe wieder vereint: Die Teams Gin Tourismo, Polarkreisverkehr und Avilius kamen wohlbehalten dort an (einzig der Granada hatte einen Verlust der Vakuumpumpe und somit des Bremskraftverstärkers zu beklagen).  Und es gab natürlich viel zu erzählen. Zur Wiedersehensfeier hatten GinTourismo und Polarkreisverkehr Sekt für uns besorgt: passend für uns Likedeeler eine Flasche alkoholfreien „Pirates of the Caribean“-Kindersekt! Nach dem allgemeinem Party-Gedöns der Rallye verbrachten wir den Abend in unserer obligaten Wagenburg aus VW T3, Ford Granada, Saab 9000 und Volvo 145, ergänzt um den Hyundai Galopper von Schlibo Adventure Rallye Team, zwischen unseren Zelten und tauschten Erlebtes aus Russland und Finnland aus. In einem waren sich alle einig: Die gefahrene Strecke, egal ob Russland oder Finnland war es wert. Und auch nicht. Und auch doch. Und auch irgendwie nicht….Rallye halt.

Tag 13: Von Raudsilla über Rummu nach Riga (Adazi)

Tageskilometer – 419

getankte Liter – 33

Zeit unterwegs – 12,5 Stunden (minus drei Stunden Mittagspause)

nachgefüllt: 2,5 Liter Öl

Unser Plan für den Tag: Mit dem Polarkreisverkehr und Gin Tourismo in Ruhe auf den Weg machen, Team Avilius hatte Hummeln im Hintern und war in aller Herrgottsfrühe bereits aufgebrochen, um noch ein wenig touristische Erkundung von Tallinn machen zu können. Dafür musste früh morgens einmal kurz das Vorzelt vom Polarkreisverkehr abgebaut werden, stand der Granada doch in der letzten Reihe. Aber das hält ein Team Avilius halt nicht auf.  Also brachen wir auf, als alle fertig und in Schwung gekommen waren (zumindest so, dass sie auf eigenen Beinen ins Auto steigen konnten). Unserer Reisegruppe schlossen sich die Schlibos noch an und reihten sich in die Kolonne mit ein. Die Rollenverteilung in der Kolonne war mittlerweile klar und wurde auch nicht mehr über Bord geworfen: Team Likedeeler als Vorhut und Navigation (auch mit Blick auf die Vorderachse nicht verkehrt, weil so auf schlechten Strecken vom angeschlagensten Auto das Tempo vorgegeben werden konnte – und im Zweifel auch der Weg), das Mittelfeld machte Gin Tourismo und die Nachhut bildete der Polarkreisverkehr. Diese waren freiwillig unfreiwillig das Schlußlicht – ihr T3 mit dem 50-PS-Diesel wirft unter Last hinten einfach riesige Kohlebrickets raus. Nun dürfen wir beim Thema Gestank am hinteren Ende aber nicht all zu laut sein, denn laut Gin Tourismo ist die ständige Bleiersatz-Wolke von unserem Volvo auch nur bedingt vergnügungssteuerpflichtig. Und nach Schubbetrieb hauen wir auch gerne nochmal eine dicke blaue Ölwolke hinterher. Karin, der Saab, war da das kolonnenfreundlichste Auto, aber eben auch gute 10-20 Jahre jünger als die Kolonnenkolleg_innen.

Die Tagesaufgabe führte uns nach Rummu. Dort gibt es einen ehemaligen Knast, der jetzt halbversunken in einem See liegt und ein Badestrand ist. So kann es gehen. Der Einstieg zum Badestrand erfolgte über einen Mauereinsturz, noch gesäumt von rostigem Nato-Draht und ein dahinter liegendes Stahlzaunelement. Offensichtlich kein offiziell genehmigter Badespot, aber wen schert’s?! Geschert hat uns allerdings der Weg bis dorthin: Buckelpiste (wie soll es anders sein?) mit riesigen, tiefen Löchern, randvoll mit Wasser. Hier kommt Rallyefeeling auf. Schlamm, Matsch, spritzendes Wasser, hüpfende und schleudernde Autos. Wäre da nicht unser Volvo. Ganz vorne an der Spitze. Der mit unter Schrittgeschwindigkeit immer auf der Suche nach der Ideallinie ohne Wasser, Buckel, Löcher und sonstigen vorderachsenunfreundlichen Naturdingen von uns da durch manövriert wurde. Hätte uns jemand vor der Rallye gesagt, dass wir unseren Volvo auf solchen Straßen bewegen, wäre er von uns für bekloppt erklärt worden. Jetzt geht das. Und der Volvo macht das. Ohne Stress. Hätten wir die Vorderachse nur neu gebuchst. Aber gut: Hinterher weiß man immer mehr.

Der Spot selber war der Wahnsinn: Ein riesiger Berg mit tiefen Erosionsspalten, direkt daneben ein Grundwassersee mit kristallklarem Wasser, in dem die Reste von Häusern und Befestigungsanlagen stehen. Das Roadbook verlangte, dass ein Teammitglied schwimmen geht und bei sommerlichen Temperaturen opferte sich Matthias. Das Wasser war eisig kalt, nach kurzer Eingewöhnung aber ganz angenehm und vor allem nach der Party vom Vorabend sehr aufweckend!

Wach, erfrischt, mit Sand zwischen den Zehen und in den Socken ging es also weiter: Die Buckelpiste zurück und von dort auf die Landstraße. Die Reisegruppe hatte sich nämlich mit dem Volvo solidarisch erklärt und Abenteuer jenseits von auf der Karte gut aussehenden Straßen von der ToDo-Liste verbannt. Was nicht hieß, dass wir zukünftig nur gute Straßen fahren würden; hatte uns die Erfahrung doch gezeigt, dass sich die Realität durchaus etwas anders darstellte, als auf der Karte verzeichnet.

Aus dieser Kategorie war auch folgende Anekdote: Auf dem Weg fuhren wir durch den kleinen Ort Laitse. Dort befand sich direkt neben der Straße ein schönes Schlösschen. Wir wollten vor diesem nur kurz halten, denn wir dachten, dass ein paar Fotos mit den Autos vor dieser Kulisse super wären. Aus „kurz“ wurden drei Stunden, denn in dem Schloss befand sich ein Restaurant. Und nach kurzer Konsultation der Karte (hört sich lecker an, ist mehr als bezahlbar) und unseren Mägen (Hunger!) gab es die einstimmige Entscheidung, dort einzukehren. Autos also wie Kraut und Rüben stehen gelassen und auf der Terasse vom Schloss niedergelassen. Das Schloss selber war wirklich schön: Mit viel Liebe zum Detail wurden die Inneneinrichtung und die Wandbemalungen wiederhergestellt. Nicht neu gemacht, sondern mit immer noch antikem Charme und ordentlich Patina. Die Küche war zum Glück nicht von Gestern sondern auf ziemlich hohem Niveau. Und das haben wir ausgiebig genossen, völlig unabhängig von dem, was noch zu schaffen war. Man muß sich ja auch mal hart gönnen können.

Weiter ging es anschließend Richtung Riga (Lettland) – der Grenzübertritt mal wieder völlig unspektakulär. Unser Plan war es, in der Nähe von Riga einen Pennplatz zu suchen – anvisiert war die Gegend von Carnikava, wir hatten jedoch kein Glück. Carnikava ist ein riesiges Areal Wald voll mit Ferienhäusern und -anlagen. Teilweise völlig verfallen, teilweise richtig neu, manche sehen aus wie alte FDJ-Ferienlager, andere wie deutsche Vorstadt. Ein verrücktes Areal mit einem Riesenmanko: Es gab keinen befahrbaren Zugang zum Meer, denn zwischen dem Areal und dem Meer lag ein ca. 2km breites Naturschutzgebiet. Detailkarten hätten das verraten. Aber auch hier gilt: hätte, hätte, Fahrradkette. Ein zweites Manko: Schlechte Straßen en masse. Letztendlich landeten wir an einem See bei Adazi. Nicht sehr schön, vor allem nicht nach der Hoffnung auf den Sonnenuntergang am Strand, aber ein ruhiger Ort für die Nacht im Zelt sowie eine kurze Inspektion des Autos.

Mit unerfreulichem Ergebnis: Zu der ausgeschlagenen Vorderachse gesellten sich ein vermuteter Riss im Auspuffkrümmer oder Hosenrohr, der sich nicht lokalisieren ließ, aber vor allem hörbar war, sowie über eine Hand breit Lenkungsspiel. Trotzdem: Wir blieben vorerst bei unserem Plan, durchzuhalten bis Hamburg. Alles andere würde so kurz vor dem Ende der Rallye wahrscheinlich nur bedeuten, dass wir es nicht ins Ziel schaffen. Und das wollten wir unbedingt (also ins Ziel kommen)!

Tag 14: Von Adazi (bei Riga) über Siauliai (Hill of thousend crosses) über Kaliningrad nach Fromborg in Polen (der 4-Länder-Tag!)

Tageskilometer – 579

getankte Liter – 78

Zeit unterwegs – 20 Stunden

Dass wir die letzten Tage uns und das Material geschont hatten, sollte sich jetzt auszahlen: Von unserem Schlafplatz aus ging es auf direktem Weg über die Grenze nach Litauen zum Berg der tausend Kreuze bei Siauliai. Ein nationales Heiligtum und eine Pilgerstätte der Litauer, eng verbunden mit dem tief verwurzelten katholischen Glauben und dem Streben nach Unabhängigkeit. Also ein Ort, an dem Spiritualität und Nationalbewusstsein völlig verdichtet zusammen kommen. Also ein Ort, der nicht unser ist. Das Roadbook wollte, dass wir hier ein selbstgebautes Kreuz aufstellen. Aus frisch geschnittenen Weidenästen und Gaffa schnell angefertigt, stellten wir unser Kreuz in zweiter Reihe auf, immer von der Sorge getrieben, sofort vom Blitz erschlagen zu werden. Nichts passierte. Was auch immer das heißen mag… Beim Aufstellen des Kreuzes darf man sich etwas wünschen, dies gehe dann in Erfüllung. Auch das kann ja helfen, weswegen wir uns beide etwas wünschten. Und es sei auch verraten: Beide Wünsche gingen in Erfüllung. Matthias wünschte sich, mit dem Volvo ohne Stress auf eigener Achse durch das Ziel zu fahren und Katrin wünschte sich, dass der Wunsch von Matthias in Erfüllung geht. Doppelt gemoppelt ist nämlich besser abgesichert 😉

Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir auf einen Birbyne-Spieler, einem litauischen Blasinstrument mit Saxofon-Mundstück und Holzmittelteil und Horntröte am unteren Ende. Hört sich nett an, wenn man so Folklore-Sachen mag. Viel wichtiger aber: Wir konnten die Fotochallenge „Fiddler on the roof of your car“ erfolgreich lösen.

Von dort ging es auf direktem Weg zur kurischen Nehrung, wieder eine Fährfart, wenn auch nur eine kurze, und über die Nehrung zur russischen Grenze bei Nida. Drei Stunden Wartezeit, Zöllner_innen, die sich alle Mühe gaben, schlechte Laune zu verbreiten, einen mit Formularen zu verwirren und überhaupt das Erlebnis „internationale Grenze“ so nervig wie möglich zu machen. Wir hatten jedoch noch Glück, bei anderen Teams dauerte alles viel länger, war noch nerviger, musste noch mehr ausgeräumt und dargestellt werden als bei uns. Also beschweren wir uns nicht, auch wenn wir dadurch im Prinzip alle Zeit für Kaliningrad verloren haben. Was die russische Grenzarbeit übersehen hat: Wir hatten keine Versicherung für Russland. Im Internet stand, die sei an der Grenze zu kaufen. Ist sie aber nicht. Also ging es mit flauem Gefühl im Magen weiter Richtung Kaliningrad.  Mit doppelt flauem Gefühl, denn keinen Kilometer hinter der Grenze, also dort, wo der ACE nicht mehr abschleppt, fing unser hinteres rechtes Radlager an zu schleifen und zu quietschen. Kurze Abwägung: Was bisher geklappt hat, wird auch diesmal klappen. Wir fahren weiter! Mit kürzerem Ziel: Nicht mehr Hamburg, sondern wieder in die EU zu kommen, war das neue Ziel. Also eigentlich nur in den Abschleppbereich des ACE. Der Rest war egal.

Um ca. null Uhr kamen wir in Kaliningrad an und mussten feststellen, dass anders als auf der ganzen Strecke von Murmansk nach Sankt Petersburg alle Schilder nur in kyrillisch gehalten waren. Es gab noch nicht einmal Schilder, auf denen die Straßennummern angegeben waren. Und somit waren alle unsere Karten für den Eimer und wir hatten keine Ahnung, wo wir uns in dieser Stadt befanden. Das Ganze kombiniert mit wirklich katastrophalen Straßenzuständen, Spurrillen in denen man aufsetzt, Kopfsteinpflaster aus der Zarenzeit, Straßenbahnschienen die bis zu 30cm aus dem Boden ragen, keine Markierungen oder Orientierungshilfen und einem Straßenverkehr, bei dem einen die Haare zu Berge stehen. Wir waren froh, mitten in der Nacht dort lang zu fahren, nicht auszudenken, was da tagsüber abgeht. Und wir mit kaputter Vorderachse und ohne Versicherung mitten drin. Da ging uns wirklich der Arsch auf Grundeis.

Per Zufall landeten wir am russischen Spezialitäten-Restaurant McDonalds mit DriveIn-Parkplatz am Hauptbahnhof und stärkten uns dort erst einmal etwas. Und besprachen das weitere Vorgehen: Alle (außer Avilius) wollten nicht mehr durch Kaliningrad eiern, sondern raus aus der Stadt und dem russischem Staatsgebiet – und das alles so schnell wie möglich. Also hingen wir noch eine Nachtschicht an den bereits langen Tag an und kämpften uns aus der Stadt Richtung Polen. Diesmal navigierte Gin Tourismo, wir waren einfach durch, fertig mit den Nerven und freuten uns über stumpfes Hinterherfahren.

Der Grenzübertritt bei Mamonbro dauert noch einmal 1,5 Stunden – auch hier hatten wir ziemliches Glück, sowohl was Genauigkeit der Kontrolle als auch Geschwindigkeit anging. Ca. eine Stunde hinter der Grenze fanden wir einen Campingplatz bei Fromborg, auf dem wir gegen vier Uhr unsere Zelte aufschlugen. Und unsere Uhr eine Stunde zurück stellen mussten, denn wir hatten die Zeitzone wieder gewechselt.

Tag 15: Von Fromborg über Danzig nach Bansin

Tageskilometer – 509km

getankte Liter – 46

Zeit unterwegs – 15 Stunden

nachgefüllt: 1 Liter Öl

Wir starteten den Tag entspannt bei strahlendem Sonnenschein und machten uns mit unserer Reisegruppe (Team Avilius ist immer noch voraus) in altbewährter Kolonnenreihung über wunderschöne schmale Alleenstraßen auf den Weg Richtung Danzig. Irgendwann wichen die Alleen gut ausgebauten Schnellstraßen, vorderachsenfreundlich aber fahrlangweilig. In Danzig hielten wir an – zum Leidwesen von Matthias teilte niemand seinen „Mother“-Ohrwurm und auch sein entsprechender Facebook-Post fand kaum Anklang (Danke, Hannah! You got it! #hannahultras). Matthias´ Enttäuschung stieg ins Unermessliche, als das geplante Frühstück in Danzig nicht stattfinden konnte, weil die Küche kein Frühstück mehr machte, sondern nur noch Mittagessen. Matthias machte also das beleidigte Schnitzel und fand in Michael vom Polarkreisverkehr ob dieser Angelegenheit einen Schmollpartner. Von Danzig selber haben wir nur wenig gesehen: Die Stadt zu verlassen gestaltete sich dann dank diverser Baustellen etwas schwieriger und zwischenzeitlich verloren wir uns als Kolonne. Haben wir aber alles hinbekommen, Funk, Chat-App und Glück sei Dank!

Also ging es Richtung deutsche Grenze und damit auch gefühlt Richtung Ende des Abenteuers. Für den Abend sah unser Plan vor, dass wir früh Feierabend machen, einen schönen Spot an der Ostsee haben und noch einmal gemeinsam abhängen und chillen können. Und uns ein bisschen feiern können. Deswegen wählten wir den Weg über Usedom und somit den Grenzübertritt bei Swinemünde. Aber das mit den Plänen war ja so eine Sache bei uns…

Den Weg machten uns die Pol_innen so schwer wie möglich: Was die Russ_innen an innerstädtischem automobilem Wahnsinn an den Tag legten, versuchten diese auf den engen und unübersichtlichen Landstraßen noch zu toppen. Und so war dieser Tag begleitet von heftigen Unfällen. Nicht mit uns, aber vor uns. Ein Gelenkbus der sich über vier Spuren durch die Leitplanke in den Gegenverkehr gebohrt hatte, ein mehrfach überschlagener BMW im Straßengraben auf der Landstraße. Und dann mitten im Stau auf der Gegenfahrbahn, verursacht durch den querstehenden Bus, haben wir das Absurdeste überhaupt beobachten können, was wir je im Straßenverkehr gesehen haben: Als den Menschen klar wurde, dass es vorne nicht weiter geht, wendeten sie einfach und fuhren durch die gebildete Rettungsgasse zurück. Was natürlich zu einer endgültigen Verstopfung der Fahrbahn führte – und vor allem dazu, dass keine Rettungskräfte zum Bus durchkamen. Völlig unverständlich.

Richtung Usedom wurde uns noch etwas klar: Wir sind schon wieder lange unterwegs, andere Teams berichteten, dass auf polnischer Seite wild zelten kaum möglich sei. Wir begaben uns somit auf die Suche nach einem Campingplatz, gerne einem, der Hütten oder ähnliches zu vermieten hätte. Fanden wir auch, leider war dort alles ausgebucht, lediglich Zelte könnten wir aufstellen. Während wir beratschlagten, was denn jetzt zu machen sei, wurde uns die Entscheidung abgenommen. Unsere Autos hatten in der Campingplatz-Gaststätte für Aufmerksamkeit gesorgt, dort lief grade ein EM-Deutschlandspiel und einige Deutsche kamen raus und begutachteten insbesondere unseren Volvo. Der, wenn man genau hinguckt mit den Sankt-Pauli-Aufklebern und denen von unserem großartigen Unterstützer Raccoone Records, als ein Auto mit linken Besitzer_innen zu identifizieren ist. Und wenn man genau hinguckte, waren die Deutschen, die sich für das Auto interessierten, das genaue Gegenteil von Menschen, die für ein friedliches und entspanntes Zusammenleben stehen. An unserem Auto standen handfeste Nazis. Das konnte durch ein wenig Smalltalk auch verifiziert werden und somit war klar: Wir verschwinden hier. Und zwar mit ausgeschalteten Trackern und bringen erstmal etwas Strecke zwischen uns und die Nasen. Also buchten wir ein Hotel in Swinemünde, nur wenige hundert Meter von der deutschen Grenze entfernt – 51 € für das Doppelzimmer mit Frühstück erschien wie ein fairer Kurs. Vor Ort stellte sich das jedoch anders dar: Keine Kartenzahlung möglich und wenn wir mit Euro zahlen wollten, dann müssten wir den Haus-Umrechnungskurs nehmen. Und der lag so seltsam, dass der Zimmerpreis auf über 60 € anstieg. Es war schon wieder spät, wir waren schon wieder lange auf und hatten da keinen Bock drauf, weswegen als Schnellschuss die Entscheidung fiel, noch weiter nach Deutschland zu fahren und dort zu zelten.

Dass dort alles ein einziges Schickimicki-Villen- und Kurgebiet ist, haben wir dabei vergessen. Um es kurz zu machen: Wir haben nichts zum Zelten gefunden, die Wohnmobilparkplätze waren alle voll, so dass wir uns schließlich einfach in der Zufahrtsstrasse von einem an den Rand stellten. Dort konnten wir kein Zelt aufschlagen, GinTourismo schlief im sitzen im Saab, der Polarkreisverkehr in ihrem Dachzelt, Katrin unten im T3 und Matthias rückte die Kisten im Volvo so zurecht, dass eine halbwegs ebene Liegefläche entstand. Wir schliefen alle nicht super, aber an weiterfahren und andere Möglichkeiten suchen war einfach nicht mehr zu denken. Und vom Plan, den letzten Abend gemütlich am Wasser zu verbringen, hatten wir uns eh längst verabschiedet.

Tag 16: Von Bansin nach Hamburg

Tageskilometer – 346km

getankte Liter – 56

Zeit unterwegs – 8 Stunden

Der Morgen startete deutsch. Der Platzwart vom Platz vor dem wir standen, weckte uns und teilte uns mit, dass wir im Parkverbot stehen würden. Muss man sich vorstellen: Am Ende einer Sackgasse mitten im Wald. Am Rand. Nicht im Weg. Wo Einheimische ihre Autos für den Hunde-Strandspaziergang auch parkten. Auf die Frage, was mit denen sei, ob er die auch alle anhaue, meinte der wichtige kleine Mann, die hätten alle Sondergenehmigungen. Also machten wir Autoballett. Das sah kurz so aus, als würden wir fahren, das beruhigte den kleinen Mann. Wir fuhren aber nicht, denn Matthias hatte das Ganze gar nicht mitbekommen und schlief noch. Besser so, denn das wäre ja so richtig nach seinem Geschmack gewesen.

Wie auch immer, der kleine Mann hatte ja Recht. Da war so ein Schild. Aber man kann sich auch anstellen. Germanstyle halt. Ist es eigentlich auch nicht wert, noch mehr Worte drüber zu verlieren.

Wir machten uns dann erneut mit einem Strand-Plan auf. Kurzer Halt bei einem Bäcker und dann die Suche nach einem Strand, um die Roadbooks fertig zu machen, zu frühstücken und einen kurzen Moment noch Gemeinsamkeit zu haben. Wir endeten am FKK-Strand, wollten uns aber nicht ausziehen. Sieht auch komisch aus, nackig vor dem Fotodrucker mit Prittstift in der einen und Schokocroissant in der anderen Hand. Also bauten wir die Tische und Stühle einfach in der Sonne auf dem Wiesenparkplatz auf und verbrachten dort noch ein wenig Zeit. Zwar ohne Meer und ohne nettes Ambiente. Dafür mit uns. Und das hat uns ja schließlich die ganze Rallye über gereicht!

Von dort aus fuhren wir noch etwas Landstraße, aber auf schnellstem Weg Richtung Autobahn. Die war heute nämlich wieder erlaubt. Auf der Landstraße, beim Tanken, überall verfestigte sich das Bild: Mecklenburg-Vorpommern ist Orkland. So viele sich wie selbstverständlich im Straßenbild bewegende Nazis haben wir selten gesehen. Mit Sankt Pauli T-Shirt mit Regenbogenfahne jetzt nicht unbedingt angenehm. Tausend Gründe, dort schnell weg zu fahren und nicht wieder zu kommen. Eine nette Begegnung gab es aber noch: Die Jugendfeuerwehr Züssow packte gerade ihre Busse aus und wir nutzen die Gelegenheit für eine weitere Foto-Challenge: Little India – packe soviele Menschen und Tiere wie möglich auf und in dein Auto.

Nach Hamburg ging es reibungslos, jeder Kilometer machte uns aufgeregter. Irgendwann übernahm Gin Tourismo die Führung, als Lokalmatadore kannten sie den schnellsten und besten Weg vorbei am Hamburger Stau zum Fischmarkt. Auf der Autobahn hängte sich auf einmal ein roter T3 Westfalia an uns ran. Michas Papa hatte uns getrackt und uns auf der Autobahn abgepasst, um die letzten Kilometer mitzufahren.

Unmittelbar vor dem Ziel, vielleicht 2-3 km noch, stand der blaue T2 vom Team Vanicomearound am Straßenrand. Ein verrücktes Team. Der T2 wurde in Chile gekauft und damit Südamerika durchfahren. Anschließend haben sie den Bus nach Deutschland verschifft und zum Abschluß den Baltic Sea Circle gemacht. Immer noch mit chilenischer Zulassung. Und jetzt war ihnen so kurz vor dem Ende der Kupplungszug gerissen. Was für eine Dramatik. Andere Teams hatten schon angehalten, niemand konnte helfen. Wir gaben ebenfalls unser Bestes, was von konstruktiven Vorschlägen bis hin zu wissenden Tritten gegen den Reifen alles war, was wir tun konnten, um die T2-Jungs am Ende angesichts des Ziellinienschlusses dazu zu überreden, sich ins Ziel schleppen zu lassen. Ganz eigentlich sträubte sich bei vanicomearound alles dagegen, aber am Ende nahm Karin (der Saab) den T2 an den Haken.

Und dann ging es durch das Ziel auf den Fischmarkt. Ein wirklich bewegender Moment. Wir hatten es geschafft. 7382 Kilometer plus Anreise 480km, plus noch kommende Abreise. In 16 Tagen durch zehn Länder. In einem mittlerweile etwas waidwunden 44 Jahre alten Volvo. Zu zweit. Und mit neuen Freunden.

Wir sind mächtig stolz auf uns.

Am Fischmarkt warteten bereits liebe Freund_innen auf uns, es gab Schokokuchen von der Motorhaube und verspritzten Sekt. Letzteres weil Matthias die geplante Siegesflasche vor lauter Aufregung einfach umgetreten hat. Es war toll, anzukommen, in den Arm genommen zu werden, gedrückt und gefeiert zu werden. Und es war toll, erzählt zu bekommen, wie mit uns mitgefiebert wurde. Wann immer wieder gecheckt wurde, wo wir gerade sind. Aufgeregt unser Blog und Facebook verfolgt wurde. Die Daumen gedrückt wurden, als der Volvo langsam anfing wegzubröseln. Es war toll, wieder da zu sein.

Natürlich passierte dann so Zielkram, wir lagen uns mit anderen Teams in den Armen, lernten Menschen kennen, von denen wir immer nur gehört hatten (und die von uns) und gaben schlussendlich unser Roadbook zur endgültigen Punkteauswertung bei der Jury ab.

Dann wollten wir schnell vor der Siegerehrung nach Altona unser Auto bei unserem letzten Schlafplatz parken und verfuhren uns hier so schlimm, wie auf der ganzen Rallye nicht. Ein Mischung aus Baustellen, Sackgassen und Einbahnstraßen machte es uns erst unmöglich zum Pearkplatz zu kommen – und dann aus dem Viertel wieder rauszufahren. Und das obwohl wir uns da eigentlich ganz gut auskennen UND das Navi an hatten. Rallyereglement galt ja nicht mehr ;). Irgendwann waren wir raus und fuhren dann direkt zum alten Mädchen, dem Brauhaus-Keller der Ratsherren-Brauerei. Dort gab es ausreichend Parkplätze für die Rallyeautos. Bei Kaltgetränken und Bratwurst zu finnischen Preisen wurde sich noch einmal ausgetauscht, vor allem herrschte aber ein wenig Wehmut. Die Reisegruppe sollte gleich aufgelöst werden, alle ihre eigenen Wege fahren und auch die Schlibos würden nicht mehr zufällig irgendwo auftauchen. Und dann die große Sensation: Team Avilius belegte nach Punkten den dritten Platz. Und Team Gin Tourismo den zweiten Platz. Herzlichen Glückwunsch auch nochmal an dieser Stelle von uns! Das habt Ihr euch hart erarbeitet und ehrlich verdient. Mit so viel Engagement und Elan am Roadbook und den Aufgaben wie ihr haben wenige gearbeitet! Die Likedeeler freuen sich jedenfalls wie Bolle mit euch! Und ein bisschen färbt das ja auch auf uns und den Polarkreisverkehr ab 😉

Und dann hieß es wirklich Abschied nehmen. Das fiel schwer. Mit Gin Tourismo, dem Polarkreisverkehr und Avilius haben wir Menschen getroffen, die mit uns gefahren sind, mit denen wir ein herausragendes Abenteuer erlebt haben und die uns nahe gekommen sind. Es war eine große Zeit mit ihnen und wir freuen uns auf die kommenden gemeinsamen Abenteuer! Mit dazu zählen auch die Schlibos und Dr. Georg II, die immer wieder auftauchten, uns eine Zeit begleiteten und dann wieder ihre eigenen Wege fuhren. Auch sie sind Teil einer grandiosen Zeit. Nicht in die gleiche Richtung wie alle diese Menschen zu fahren und ihnen so immer wieder zwangsläufig zufällig zu begegnen, gehört dazu, hat sich trotzdem doof angefühlt. Ab jetzt heißt es, diese Momente mit genauer Kartennavigation immer wieder zu organisieren. Und da freuen wir uns schon sehr drauf!

 

In der kommenden Woche sichten wir unsere Fotos und unser Videomaterial und stellen Ausgewähltes hier online. Es ist einfach so viel geworden…

 

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