Spritztour B8 2017 – die Idee

Nach der Allgäu Orient Rallye 2015 und dem Baltic Sea Circle 2016 ist 2017 selbstverordnete Rallyepause. Dieses Jahr wird ganz in Ruhe Urlaub gemacht. Also, was den Haupturlaub angeht.

Denn unser Volvo hat aus der Garage gewunken und angefragt, ob es unser blutiger Ernst sei, ihn das Jahr über stehen zu lassen. Und ganz ehrlich, das ist es nicht.

Ein Jahr Rallyepause und ein roadtrip-taugliches Auto geben die Chance, eine von Matthias lange gehegte Idee endlich umzusetzen: die B8 vom Anfang bis zum Ende zu fahren. Die originale B8, also inklusive aller mittlerweile zu Landstrassen degradierten Teilstücken, den Abschnitten, die durch Autobahnen ersetzt wurden oder sonst wie nicht mehr „gelb“ tragen dürfen. Also kein stupides Gradeausfahren von Landesgrenze zu Landesgrenze sondern eher die Spurensuche nach der originalen B8.

Und warum grade die B8? Eine Bundesstrasse die im Nordwesten in Emmerich am Rhein anfängt und über 800km quer durch NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern in den Südosten nach Passau führt? Wenn parallel doch im Prinzip die ganze Zeit die A3 verläuft?

Aus irgendeinem nicht nachvollziehabrem Grund hat Matthias schon immer in unmittelbarer Nähe der B8 gewohnt. Ab dem Moment, wo er sich selbstständig von zu Hause wegbewegt hat, war die B8 so etwas wie die Schnellverbindung zum richtigen Leben: zu Freundinnen und Freunden, zu Kneipen und Clubs, und wenn die Autobahn standardmäßig voll war auch immer die Umfahrung. Er ist die B8 mit dem Bus, dem Fahrrad gefahren und manchmal leider auch zu Fuß gelaufen. Und die B8 war vom Moment seines Führerscheins an auch klassische Spritztourstrecke. Immer nur kurz, ein paar Kilometer in eine Richtung, in einem Bogen zurück nach Hause. Und auf einer dieser Spritztouren keimte irgendwo ganz klein im Hinterkopf die Idee, einfach so die ganze B8 zu fahren. Aus Spaß. Um zu gucken, wie die Strasse ist, wenn sie aus Duisburg raus ist. Mittlerweile ist er natürlich schon mehr B8 gefahren als nur in und um Duisburg. Allein dadurch, das Matthias in Köln lebt. Direkt neben der B8 natürlich. Und trotzdem kennt Matthias die B8 im Prinzip nur von den Niederlanden bis nach Bonn. Und wenn er irgendwo per Zufall beim stupiden Hinterherfahren der Navi-Stimme auf die B8 gestossen ist hat er sich gefreut. Völlig irrational – aber es ist ein bisschen dieses Gefühl von „verrückt, ich bin hier in Pusemuckel und hier ist eine Strasse die bis vor meine Haustür geht“.

Und diese Idee stand plötzlich wieder im Raum, als klar war das 2017 rallyefreies Jahr wird. Ein kleines, eigenes „Abenteuer“, ein bisschen Autofahren und gucken was passiert und wo es hinführt. Keine Rallye, keine Aufgaben, keine Regeln. Nur die eigene Vorgabe, die originale B8 so wenig wie möglich zu verlassen. Und am Ende eine schöne Schleife zurück nach Hause zu drehen. Wie sich das schon immer für eine Spritztour auf der B8 gehört hat.

Und das macht Matthias jetzt: eine Woche im März Spritztour B8.

2 Gedanken zu “Spritztour B8 2017 – die Idee

  1. Lieber Matthes
    Ja, es wird Zeit, dass Du der Anziehungskraft der B8 auf den Grund gehst – und damit vielleicht einen Trend setzen kannst. Im Amiland ist es die Route 66, bei uns dann die B8?! Bin gespannt auf Deine Eindrücke, die ja bestimmt zwischendurch zu lesen sein werden. Bleib 8sam bei der tollen Tour!! Viel Vorfreude und gute Vorbereitungen wünscht Andreas

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